Die Besatzungen im Luftrettungsdienst
(am Beispiel von Elbe Helicopter)
Piloten

Stationspiloten Elbe setzte 5 festeingestellte Piloten ein. Der dienstälteste Pilot war seit Bestehen 1992 mit im Boot. Nach der Firmenübergabe 2002 kamen noch zwei neue Piloten hinzu. Diese wurden über den ADAC eingestellt. Der ADAC stellte dabei die Kapazitäten der DLR zur Verfügung, so dass die zuletzt eingestellten Piloten die Eignungsfeststellung bei der DLR in Hamburg durchlaufen haben.
Ich selbst bin als letzter der beiden Piloten 2004 zu Elbe Helicopter gewechselt.
So hatte die Firma nun seit 7 Jahren einen festen Stamm, der sich in allen Bereichen ergänzt. Hier sehe ich einen grossen Vorteil für Elbe, da sich durch die jahrelange Zusammenarbeit jeder auf den Anderen verlassen kann und Entscheidungen fast immer einheitlich umgesetzt werden können.
Während auf vielen Primärrettungsstationen die Piloten sich fast ausschliesslich auf die Übernahmebücher verlassen müssen (ein Pilot geht abends, der Nächste kommt am nächsten Morgen), brachte es der Auftrag mit der 24-Stündigen Einsatzbereitschaft natürlich mit sich, dass die Piloten sich täglich sahen und so Probleme, Neuerungen und Änderungen direkt besprechen konnten.
Freelancer Unterstützt wurden die Festangestellten von 3 freien Mitarbeitern. Diese Freelancer arbeiteten hauptberuflich beim ADAC LRG in Senftenberg und steltlen Elbe ihre jahrelange Erfahrung im Bereich der Rettungsfliegerei zur Verfügung. Als Besonderheit sei erwähnt, dass unabhängig von der fliegerischen Leistung die Freelancer sich sowohl mit der Firmenphilosophie indentifizierten als auch das Elbe Helicopter eigene Besatzungskonzept umsetzten. Dies war für die Freelancer nicht immer einfach. Gerade im Bereich der Nachtflüge arbeiteten ADAC LRG und ELBE mit anderen Besatzungskonzepten.
HCM

Festangestellte Ich habe mit 5 festangestellten HCM zusammen gearbeitet. Ehemals bei Elbe beschäftigt, wurden Diese als Arbeitnehmer in die AHF integriert.
Freie Mitarbeiter In der Vergangenheit hat die Firma - wie viele andere Luftrettungsstationen auch - auf ein System der freien Mitarbeiter zurückgegriffen. Insgesamt 7 Freelancer waren als HCM für Elbe tätig. Sie kamen dabei aus den umliegenden Rettungsorganisationen wie auch aus der Berufsfeuerwehr Dresden.
Die stetige Erhöhung der Anforderungen für Schulung und laufende Praxis machte es dabei immer schwieriger, die Freelancer in das System der festangestellten Mitarbeiter zu integrieren.Zum Schluss beschäftiget Elbe Helicopter nur noch 2 Freelancer der Berufsfeuerwehr Dresden. Im Gegenzug wurde nach und nach der Stamm der Festangestellten erhöht, so dass insgesamt 5 Festangestellten und 2 Freelancernihren Dienst versahen.
Notärzte

ELBE Helicopter selbst hatte es zusammen mit dem leitenden Notarzt geschafft, dass alle Ärzte als Facharzt für Anästhesiologie ausgebildet wurden. Damit war Bautzen meines Wissens die einzige Luftrettungsstation in Deutschland, die ausschliesslich Fachärzte einsetzen kann. Dies äusserste sich in einem hohen Standard der Patientenversorgung vor Ort und unterwegs.
Zusätzlich erwarben die Fachärzte die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin. Dieser wird erteilt nach mindestens zweijähriger Tätigkeit auf Intensivstation nach der Facharztqualifikation ( 1 Jahr davon kann im Rahmen der Facharztausbildung anerkannt werden).
Die Teilnahme am DIVI-Kurs Intensivtransport war dabei eine freiwlillige Verpflichtung, der alle Ärzte nachgekommen sind.
Es gab Regelungen mit dem Krankenhaus Dresden Friedrichstadt, die ein Grossteil der Ärzte stellten, aber auch Einzelverträge mit Ärzten aus den umliegenden Kliniken. So wurde die Verbundenheit mit den Kliniken der Region gefördert.
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