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Über die abstraktgenerellen aufgeführten Einsatzarten der Landesrettungsdienstplanverordnung haben bestimmte Luftrettungsbasen im Rahmen ihrer unternehmerischen Genehmigung noch weiterführende, konkrete und individuelle Aufgaben des Einzelfalles zugewiesen bekommen.
So wurde für den Christoph 62 die Durchführung
- der Nachtbereitschaft für Sekundäreinsätze
sowie die
- Rettung Verunfallter aus der sächsischen Schweiz mittels Bergetau
zusätzlich vertraglich geregelt.
Betrachtet man das Aufgabensprektrum, kann man nicht mehr von einem "Dual Use" System sprechen, wie es in vielen Luftrettungsstationen Deutschlands praktiziert wird, sondern man muss feststellen, dass in Bautzen beim Christoph 62 der Begriff "Triple Use" zutreffender wäre.
Im folgenden möchte ich die Einsatzarten näher erläutern und Besonderheiten aufzeigen.
Primäreinsatz

Dies sind Einsätze, die Notarzt und Rettungsassistent an den Einsatzort zur Durchführung lebensrettender Maßnahmen und zur Herstellung der Transportfähigkeit des Notfallpatienten führen, wenn dieser voraussichtlich mit bodengebundenen Rettungsmitteln nicht innerhalb der Hilfsfrist erreicht werden kann oder wenn damit zu rechnen ist, dass mehrere Notfallpatienten zu versorgen sind, sowie Einsätze mit der Bergwacht und dem Wasserrettungsdienst
Primärtransport

Transporte von Notfallpatienten vom Einsatzort in ein geeignetes Krankenhaus, wenn dies aus notärztlicher Sicht erforderlich ist.
Sekundärtransport

Transporte von medizinisch versorgten Notfallpatienten aus einem Krankenhaus in ein für die weitere Behandlung oder zu erweiterter Diagnostik geeignetes Krankenhaus.
Die Unterscheidung zwischen einem Sekundär- und einem dringlichen Sekundärtransport ist ausschliesslich über den Zeitfaktor definiert. Hier gilt: Dringliche Sekundäreinsätze sind Sekundärtransporte, die aufgrund medizinischer Indikation unverzüglich durchzuführen sind
Bergetau

Die Rettung Verunfallter aus unzugänglichem Gelände. Sie erfolgt in Kooperation mit der Bergwacht Sachsen.
Sonstige Einsätze

Transporte von zeitkritischen Medikamenten und Blutkonserven in lebensbedrohlichen Notfällen.
Gemäß LandesRettDPVO nicht aufgeführt sind hier Inkubator-, ECMO und andere Transporte wie Team- und Organtransporte.
Nachtflüge

Eine Aufgabe im einzelvertraglichen Rahmen, da nicht im Landesrettungsdienstplan aufgeführt. Elbe Helicopter stellt die Verlegung von Patienten in Sachsen während der Nacht sicher.
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